Motivation für Jurastudium und Examensvorbereitung

Wie motiviere ich mich zum Lernen?

Bekanntermaßen wird zwischen intrensischer und extrinsischer Motivation unterschieden (vgl. Wikipedia mwN):

Intrinsische Motivation meint, dass man etwas seiner selbst willen tut. Wir lernen, lesen und schreiben Klausuren weil es einfach Spaß macht, unser Interesse befriedigt oder eine Herausforderung darstellt. Diese Motivation wird dich schnell befallen, wenn du Rechtsgebiete und Fälle bearbeitest, die für dich sehr interessant sind.

  • Motivierter lernt man mit einer Mischung aus allen möglichen Lernmethoden- und materialien. Sicher verfliegt die Motivation schnell, wenn man den ganzen Tag im Seminar hinter dicken Büchern sitzt. Vorlesungen, Arbeitsgemeinschaften, Lehrbücher, Skripte und Fälle, Fälle, Fälle, Karteikarten, Mind-Maps und neuerdings auch viele Juravideos machen das Lernen bunter und führen zu mehr Motivation.
    • Mehr Infos zum Thema gibt’s in Malkus, Jura erfolgreich studieren, MLR 2010, 1 und Lange, Jurastudium erfolgreich.

    • Nach diesem Prinzip sind auch die Lernhinweise auf JuraCoach aufgebaut.
    • Zu den Themen Motivation, Zeitmanagement, Prokrastination spricht auch David Haas in seinem Workshop Lerntechniken bei Lecturio.

    Lerntechniken für Juristen – Teil 4 – Motivation, Zeitmanagement, Prokrastination, Arbeitsplatz
    http://jura.lecturio.de/de/l/ap/ccb76093104f0832496a84939bc08d40?url=http%3A%2F%2Fwww.juratube.com&w=640&h=338&pc=XqY&pl=smallLayout
    Die extrinsische Motivation hingegen wird von äußeren Faktoren bestimmt. Im Deutschen beschreibt die Metapher von „Zuckerbrot und Peitsche“ die zwei Möglichkeiten der extrinsischen Motivation. In englischen Sprachraum trifft man auf die Bezeichnung „sticks and carrots“. Der Esel lässt sich entweder durch Schläge mit dem Stock oder aber durch eine Möhre, die an einem Seil befestigt vor seinen Augen baumelt dazu motivieren, sich zu bewegen.

    • carrots: Dicke Karotten, die in der Ferne baumeln, sind etwa die Gehälter in der Großkanzlei, das Richteramt oder die eigene Kanzlei samt Porsche oder der Urlaub nach der Examensprüfung oder der Klausur- und Hausarbeitenphase. Kleinere Möhren z.B. ein Bierchen mit Freunden nach einem erfüllten Lerntag.
      • Mehr Infos zum Thema Carrots and Sticks gibt Ian Ayres, Jura-Prof. in Yale, in seinem Buch.
    • sticks: Für die meisten Menschen ist es oft unglaublich schwierig den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und sich zu motivieren, sei es zum Lernen, zum Sport oder zur Diät.

    Yale-Professor Ian Ayres versucht Vertragsstrafen als Gegenmittel einzusetzen. Man verpflichtet sich 500 $ zu zahlen, sollte man nicht in einer Woche x Kilo abgenommen haben oder x-mal Sport gemacht haben usw.

    Wie das genau funktioniert erklärt er in diesem Video.

    Ian Ayres‘ Carrots & Sticks slideshow presentation from YLSITG on Vimeo.

    Ian Ayres‘ Carrots & Sticks slideshow presentation from YLSITG on Vimeo.

    Die Website stickK gibt Hilfe.

    Diese Taktik lässt sich sicher auch auf das Jurastudium übertragen. Mit deinen Kommilitonen kannst du auch solche Vereinbarungen schließen, um dein Lernziel zu erreichen.
    Beispiel: Du verabredest dich in der Examsvorbereitung mit deinen Kommilitonen dazu jede Woche an einem bestimmten Tag (z.B. Di, Do, Sa von 8.00 – 13.00 Uhr) eine Examensklausur zur Übung(Examensklausurenkurs der Uni und eines Reps) zu schreiben. Solltest du in einer Woche weniger als eine Klausur schreiben, zahlst du 10 € in die Kasse. Das Geld wird für Skripte ausgegeben oder – so empfiehlt Ayres als besonders wirkungsvoll – an den Fußballclub, den du am wenigsten leiden kannst.

  • Wie so ein Lernplan aussehen kann erfährst du bald bei JuraCoach, aber auch im oben empfohlenen Buch von Lange (im Kapitel zu den Arbeitsgemeinschaften wird bereits ein solcher AG-Vertrag mit Strafzahlungen vorgestellt).

Forum

Auch in YouTube findet man Tipps zur Motivation im Studium

Jan schreibt:
„Es ist sehr schwierig die Motivation in der Examensvorbereitung kontinuierlich hoch zu halten. Zumal dies ja auch ein langer Zeitraum ist,….oh man….!
Daher hilft es nur, das Lernen fest in den normalen Tagesablauf zu integrieren. Hier empfiehlt es sich durchaus einen Lernplan anzulegen. Dieser sollte zwar auch fordernd sein, aber die Ziele nicht zu hoch stecken, damit keine Frustation eintritt.
Mir hilft es, mir für erreichte Zwischenziele Belohnungen in Aussicht zu stellen. Diese können aller Art sein. Von mal wieder Pizza bestellen bis hin zu einer Anschaffung die eigentlich aus dem Rahmen fällt.
Durch diese Art der Selbstbelohnung schaffe ich es am Ball zu bleiben und mich immer wieder zusammen zu reißen.
Denn jedes Zwischenziel bedeutet auch eine Belohnung.“

Sven Schoenfelder schreibt:
Ich erhalte die Motivation durch ein konsequentes Belohnungs- und Bestrafungssystem. Dieses System umfasst sowohl den Zeit- (Wochen/Tages)plan als auch meine Leistung (Karteikartenabfrage und Übungsklausuren). Halte ich den Tagesplan ein, gibt es das “gute” Essen (z.B. Pizza etc.), hänge ich hinterher, das “Schlechte” (Brot). Für gute Leistungen gibt es dann mal trotzdem das “Gute”, schlechte Leistungen werden z.B. mit 30Min Extra-Lernen am Sonntag sanktioniert. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich ohne “Bestrafung” mit dem “Normalzustand” anfange zu leben.

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2 Kommentare zu “Motivation für Jurastudium und Examensvorbereitung

  1. Pingback: Gute Vorsätze – effektiver Lernen | blog.juratube.com

  2. Pingback: Top 5 Lernmethoden | blog.juratube.com

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